Ich habe am Wochenende ganz viel Zeit damit verbracht, mich mal in den sogenannten Communities und Social Networks herumzutreiben. Stunden über Stunden habe ich damit verbracht, herauszufinden, wie man… jawoll… die Welt verbessern kann. Und das Ergebnis: Es ist eigentlich ganz leicht. In unserem Land tummeln sich Tausende von Menschen, die die Nase von unserem Gesellschafts, Staats- und Mediensystem gestrichen voll haben. Es tummeln sich Tausende von Menschen, die Konsum und Globalisierung ablehnen und zurück zu alternativen Nachhaltigkeitslösungen finden. Es tummeln sich Tausende von Menschen, die Berufungen in sich püren und sich stark machen für ein ganz bestimmtes Thema und so ihren Anteil an unserer Gesellschaft leisten. Ich bin total begeistert davon. Allen voran möchte ich zwei Seiten vorstellen:
diegesellschafter.de
Aktion Mensch hat schon 2006 die Kampagne “die Gesellschafter” ins Leben gerufen. Und tatsächlich: Sie haben eine Plattform geschaffen, auf der Menschen Ideen, Visionen und Utopien äußern können und zu nahezu allen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen diskutieren können. Angereichtert werden die Diskussionen durch Fachbeiträge von Experten, die dann zur Debatte stehen. Es lohnt sich, dort einmal herumzusurfen und sich anzumelden. Schnell stellt man fest: In SO einer Gesellschaft, wie ich sie mir wünsche, wollen noch ganz viele andere Menschen leben.
utopia.de
Die zweite Empfehlung möchte ich für das noch relativ junge und neue Netzwerk Utopia aussprechen. Die Seite widmet sich komplett dem Thema “Strategischer Konsum” und ist eine Austauschplattform für alle, die sich mit ihrem Leben bewusster auseinandersetzen möchten. Die Seite ist nicht nur toll aufbereitet, sondern besonders wertvol finde ich die Art der dort möglichen Kommunikation. Man kann eigene Ideen und Öko-Vorschläge formulieren und direkt feststellen, wer noch dieser Meinung ist. Man kann Bewertungen zu neuen, alternativen Konsummöglichkeiten abgeben und voneinander lernen und profitieren. Und noch ein großer Bonus: Hier tummeln sich Menschen, die man bei den Riesen unter den Social Networks wie StudiVZ und XING eher nicht findet. Die Utopisten dieser Seite möchten sich ernsthaft austauschen und sich einem ganz bestimmtem Thema widmen, Hier geht es nicht um Foto-Tausch und neurotische Selbstvermarktung. Hier geht es um Ideen und Wünsche und die Möglichkeit, Mitstreitern für Bewegungen und Projekte zu finden. Tolle Sache für alle, die sich mal mit dem Inhalt ihres Kühlschrankes oder der Stromrechnung vom letzten Jahr etwas näher beschäftigen möchten!
Noch eine Seite, die ich entdeckt habe: realisr.com
Hier kann man konkrete Projektideen vorschlagen und Menschen suchen, die mitmachen möchten. Tolle Möglichkeit, über den eigenen Freundeskreis hinaus Menschen zu finden, die sich ebenfalls engagieren.
Die etlichen Diskussionen, die in all diesen Netzwerken geführt werden, stellen eine riesengroße Chance für die traditionellen Medien aber auch für die Politik dar. Ich hoffe, dass es nicht mehr lange dauert, und diese Art der Bürgermedien ernst genommen und publik gemacht werden. Aber eins hoffe ich am allermeisten: Dass aus dem vielen Reden in diesen Netzwerken auch Taten entspringen, die dann wirklich dazu beitragen, unsere Gesellschaft zu verändern. Das Potenzial dafür ist da: 11.000 registrierte Menschen bei Utopia, über 40.000 Beiträge auf diegeselschafter.de!