Einen wunderschönen guten Tag allerseits,
hui ui ui, nun wird es Zeit. Monate sind an mir vorbeigezogen, Dinge sind am laufenden Band passiert, Entscheidungen haben sich reichlich ausgegoren und draußen ist es Herbst. Ich bin wieder da.
In den letzten Monaten war ich kräftig schwanger – drei Kinder sind geboren und haben laufen gelernt. Die 1000 guten Nachrichten sind erfolgreich, es macht Spaß positives Denken zu verbreiten und sich selbst daran jeden Tag neu zu erfreuen. Daran anknüpfend ist tausend³ entstanden. Mein Weg in die Selbstständigkeit – als Redakteurin und Texterin für den sozialen Bereich. Gefilmt habe ich mit Stefan jede Menge – und gemeinsam mit ihm und vielen anderen ist das Kind BergundHuegel Videoproduktion groß geworden.
Schaut euch um und lernt die Kinder kennen.. nett sind sie
Ganz nebenbei habe ich Gedichte von Friedrich Rückert lieben gelernt, eines passt zu dem, wo ich die letzten Monate war. Viel Spaß damit und auf bald. Es wird nicht lange dauern
Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben.
Sie hat so lange von mir nichts vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben.
Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält;
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.
Ich bin gestorben dem Weltgewimmel
Und ruh’ in einem stillen Gebiet.
Ich leb’ in mir und meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied.
Friedrich Rückert
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Ich habe am Wochenende ganz viel Zeit damit verbracht, mich mal in den sogenannten Communities und Social Networks herumzutreiben. Stunden über Stunden habe ich damit verbracht, herauszufinden, wie man… jawoll… die Welt verbessern kann. Und das Ergebnis: Es ist eigentlich ganz leicht. In unserem Land tummeln sich Tausende von Menschen, die die Nase von unserem Gesellschafts, Staats- und Mediensystem gestrichen voll haben. Es tummeln sich Tausende von Menschen, die Konsum und Globalisierung ablehnen und zurück zu alternativen Nachhaltigkeitslösungen finden. Es tummeln sich Tausende von Menschen, die Berufungen in sich püren und sich stark machen für ein ganz bestimmtes Thema und so ihren Anteil an unserer Gesellschaft leisten. Ich bin total begeistert davon. Allen voran möchte ich zwei Seiten vorstellen:
diegesellschafter.de
Aktion Mensch hat schon 2006 die Kampagne „die Gesellschafter“ ins Leben gerufen. Und tatsächlich: Sie haben eine Plattform geschaffen, auf der Menschen Ideen, Visionen und Utopien äußern können und zu nahezu allen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen diskutieren können. Angereichtert werden die Diskussionen durch Fachbeiträge von Experten, die dann zur Debatte stehen. Es lohnt sich, dort einmal herumzusurfen und sich anzumelden. Schnell stellt man fest: In SO einer Gesellschaft, wie ich sie mir wünsche, wollen noch ganz viele andere Menschen leben.
utopia.de
Die zweite Empfehlung möchte ich für das noch relativ junge und neue Netzwerk Utopia aussprechen. Die Seite widmet sich komplett dem Thema „Strategischer Konsum“ und ist eine Austauschplattform für alle, die sich mit ihrem Leben bewusster auseinandersetzen möchten. Die Seite ist nicht nur toll aufbereitet, sondern besonders wertvol finde ich die Art der dort möglichen Kommunikation. Man kann eigene Ideen und Öko-Vorschläge formulieren und direkt feststellen, wer noch dieser Meinung ist. Man kann Bewertungen zu neuen, alternativen Konsummöglichkeiten abgeben und voneinander lernen und profitieren. Und noch ein großer Bonus: Hier tummeln sich Menschen, die man bei den Riesen unter den Social Networks wie StudiVZ und XING eher nicht findet. Die Utopisten dieser Seite möchten sich ernsthaft austauschen und sich einem ganz bestimmtem Thema widmen, Hier geht es nicht um Foto-Tausch und neurotische Selbstvermarktung. Hier geht es um Ideen und Wünsche und die Möglichkeit, Mitstreitern für Bewegungen und Projekte zu finden. Tolle Sache für alle, die sich mal mit dem Inhalt ihres Kühlschrankes oder der Stromrechnung vom letzten Jahr etwas näher beschäftigen möchten!
Noch eine Seite, die ich entdeckt habe: realisr.com
Hier kann man konkrete Projektideen vorschlagen und Menschen suchen, die mitmachen möchten. Tolle Möglichkeit, über den eigenen Freundeskreis hinaus Menschen zu finden, die sich ebenfalls engagieren.
Die etlichen Diskussionen, die in all diesen Netzwerken geführt werden, stellen eine riesengroße Chance für die traditionellen Medien aber auch für die Politik dar. Ich hoffe, dass es nicht mehr lange dauert, und diese Art der Bürgermedien ernst genommen und publik gemacht werden. Aber eins hoffe ich am allermeisten: Dass aus dem vielen Reden in diesen Netzwerken auch Taten entspringen, die dann wirklich dazu beitragen, unsere Gesellschaft zu verändern. Das Potenzial dafür ist da: 11.000 registrierte Menschen bei Utopia, über 40.000 Beiträge auf diegeselschafter.de!
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Wenn ein Jahr sich dem Ende zuneigt, kommt Poesie und Melancholie ins Leben. Als würde es jemand einem zart zupusten. Farben werden intensiver, Klänge deutlicher, Gespräche persönlicher, Augenblicke länger, Gedanken tiefer. Ich mag dieses Jahresende. Für ein paar Tage hängt man den vergangenen Wochen und Monaten nach, reflektiert Geschehenes und Ungeschehenes, sucht Antworten auf noch offene Fragen und formuliert neue für die kommenden 365 Tage. In diesem Jahr sage ich nicht „Schon wieder ein Jahr vorbei“ – in diesem Jahr fühlt es sich eher an wie „Wow, was für ein intensives Jahr“. Ich mag dieses Gefühl. Ein Jahr, das einem Steine in den Weg und Herausforderungen in den Alltag gelegt hat, war ein gutes Jahr. Ein Jahr, das einen an die Grenzen aber auch an neue Kräfte gebracht hat, hat einen wachsen lassen. Und am Ende kehrt dann Ruhe ein. Ein Puzzle, dass ein Jahr lang zusamnmengesetzt und immer wieder geschüttelt wurde, wird mit dem letzten Teil vollendet. Alles sortiert sich. Dinge, die einen das Jahr über begleitet haben, bekommen jetzt auf einmal einen Sinn. Ich mag diesen Prozess.
Das Leben hat für jeden von uns eine Aufgabe parat. Jahr für Jahr kommt man der Erfüllung dieser Aufgabe näher – manchmal muss man auch erst einen Schritt zurück. Ich bin in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne gegangen. Mit Schmerzen und Zweifeln verbunden. Mit Energie und Tatendrang bestückt. Ein Jahr geht zu Ende.
Wie war euer Jahr? Höhen und Tiefen? Ziele erreicht? was seht Ihr in eurem ganz persönlichen Rückspiegel?